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Der Vertrag vom 22.7.1406 regelte alle kirchlichen Angelegenheiten und bestimmte: Für die Herren der Grafschaft Haag, ihre Ehefrauen, ihre Vorfahren und ihre Nachkommen sowie alle Gläubigen im Haager Land wird ein Jahrtag zu Kirchdorf gestiftet, der vierteljährlich mit Seelenamt und 20 Messen zu begehen ist. Sämtliche Kirchherren und Pfarrer der Grafschaft haben daran teilzunehmen, darunter vier Priester der Pfarrei Rechtmehring. Die Pfarrer verpflichten sich, „unsere Kinder in der Grafschaft Haag zu verheiraten und sonst zu nymand“. Dafür versprachen die Haager Grafen, den Nachlass eines jeden Pfarrers dessen Kindern oder Verwandten ungeschmälert zu übergeben und nicht wie bisher einzuziehen (es handelte sich um katholische Pfarrer). Stirbt ein Haager Graf, so haben alle Pfarrer am Erbbegräbnis in Kirchdorf teilzunehmen, also von Rechtmehring wieder vier Priester, die auch die Messe zu lesen hatten. Ferner mussten die Glocken aller 24 Kirchen im Haager Land läuten. Jeder Trauergast aus der Bauernschaft erhielt von der gräflichen Familie eine kräftige Brotzeit umsonst; es waren stets 2000 bis 3000 Bauern bei einer gräflichen Beerdigung anwesend.
Über die Pfarrer von 1406 bis 1455 ist nichts schriftliches bekannt. Im Jahre 1475 erfolgte die Präsentation des Pfarrers Leonhard Kübelpeck auf die Pfarrei Mehring, die durch den Tod des Paulus Pucher frei wurde. Unter Dr. jur. Ulrich Teinfelder, der seit 1495 Pfarrer war, wurde Möring um 1500 Dekanat. Dazu gehörten die Pfarreien Rechtmehring, Kirchdorf, Albaching, Rieden, Pfaffing, Attel, Rott, Isen, Mittbach, Hohenlinden, Buch am Buchrain. In der Amtszeit Teinfelders wurde vermutlich auch der Bau der heutigen Kirche um 1500 im gotischen Stil begonnen.
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