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Pfarrbeschreibung von 1585

 

Nach Pfarrer Rödler kam 1570 der Pfarrer Johannes Peer in die Pfarrstelle Rechtmehring. Er verfasste im Jahre 1585 eine Pfarrbeschreibung. Diese lautet übersetzt (AEM-F Nr.224):
„Des Pfarrherrns zu Möring jährliches Einkommen:
Der Pfarrherr zu Möring hat keine Stift, allein einen kleinen Widen (Bauernhof), den ich selber bebau. Darauf zum Kornbau 3 Schäffel Korn, ein halb Schäffel Weizen, 4 Schäffel Hafer, ein Mezen Gersten, ich halte zwei Rösser und 5 Kühe. Die Stol samt dem Friedhof erträgt in Summe bei 15 Gulden. Item von der Pfarrkirche und 3 Filialen für Aufrichtung der Jahrtage, Wochenmessen, Patrozinien und anderen Gottesdiensten, auch für Opferwein, den ich zu den 4 Kirchen muß geben, wird mir jährlich 19 Gulden + 21 Pfennig vergütet.“ Weiter heißt es auf Seite 4:
„Ehrwürdiger und geistlicher Herr Dechant, ....
1.  Erstlich heist die Pfarrei, darauf ich investiert und noch wache Möring in der Grafschaft Haag gelegen und liegt zwischen der Pfarrei Kirchdorf und Albaching und ist Lehen von der Grafschaft Haag.
2.  Die erwähnte Pfarrkiche Möring ist St. Corbini anus patrony...
3.  Zum dritten hat die Pfarrei 3 Filialen, als Freymöring, hat vor Zeiten Sepulturam (Bestattungsrecht) gehabt, da die Gebeine noch vorhanden, Hochhaus und Reytt, dise haben keine Sepultur.“
In der Kirchenbeschreibung von 1585 wird berichtet, dass Rechtmehring eine Empore hatte und fünf Altäre, nämlich den Hochaltar, den St. Anna-Seitenaltar, den St. Sebastian-Seitenaltar, der vierte Altar war St. Johannis und der fünfte St. Martin geweiht. Die Pfarrei hatte damals 991 Kommunikanten. Daraus kann die Einwohnerzahl der Pfarrei auf 1200 Seelen geschlossen werden.