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Schulgeschichte von Rechtmehring

in Auszügen aus der Ortschronik der Gemeinde Rechtmehring (Copyright Rudolf Münch)  



Erste Hinweise auf ein beginnendes Schulwesen finden sich bereits aus den Jahren 1654 und 1697 nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Um 1730 herum gab es eine Pfarrschule im Kramerhäusl, einen Zubau beim heutigen Kirchenwirt. Im Jahr 1740 war Maximilian Ebersperger Lehrer. 1782 wird Johann Eisenrichter aus Bodenmais, als Lehrer genannt.

Bis 1878 wurde die Schule im Mesnerhaus gehalten, da Herr Eisenrichter die Mesnertochter heiratete. 1785 errichtete der Haager Landeshauptmann Lössl einen Schulverband für die Grafschaft Haag. Die Lehrer erhielten einen Ehrensold und die Schulen einen Zuschuss. Regelmäßig fanden Schulüberprüfungen statt. Im September 1793 wird hierzu berichtet: "Die Schulen werden darum nicht gar fleißig besucht, weil die ganz armen Leute in hiesiger Gegend keinen Narungszweig haben, also sich mit ihren Kindern durch lauter Wolle spinnen fortbringen müssen, zu geschweigen, dass sie sich mit ihren Kleidern vor der Kälte schützen könnten, da hier manche Kinder über eine Stunde weit zur Schull hergehen müssen (Vis. Fis.11). Die Eisenrichter wurden zu einem Lehrergeschlecht. Anton Eisenrichter der Sohn des Vorgängers war von 1806 bis 1840 Lehrer in Rechtmehring. Die drei Söhne von ihm wurden wiederum alle Lehrer. Der jüngste Sohn übernahm die Schule. Wie seine Eltern so hat auch er das Schulhaus auf eigene Kosten mehrfach erweitert und um 1850 einen neuen Schulsaal gebaut. Im Jahr 1879 erbaute die Gemeinde ein neues Schulhaus, das im Jahr 2000 abgebrochen wurde.

1904 wurde das Schulhaus erweitert und eine dritte Lehrkraft eingestellt.

Aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Flüchtlinge wurden die Klassen immer größer. Eine Klasse umfasste zwei Jahrgänge mit etwa 60 Schülern. Im Winter mussten die Schüler Brennholz von zuhause mitbringen, um die Klassenzimmer einigermaßen heizen zu können. Aus Mangel an Schulbüchern wurde mithilfe der Wasserburger Zeitung das Lesen gelernt. In den Pausen gab es die Schulspeisung organisiert durch die amerikanische Besatzungsmacht.




Das Schulhaus wurde 1960 und 1966 nochmals erneuert und an der Westseite angebaut. 

Im Jahre 1999 baute die Gemeinde Rechtmehring das heutige Schulhaus als Teilhauptschule des Schulverbandes. Das alte Gebäude wurde nun abgebrochen.




Im Jahr 2003 wurde als Ergänzung der neuen Schule eine Schulturnhalle als Querbau errichtet. Diese erfreut sich guter Belegungszahlen. 











Copyright: Rudolf Münch